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Vergleiche von kardiovaskulären Markern vor und nach der Pandemie: eine bevölkerungsbasierte Studie

Mayssam Nehme, Maria Eugenia Zaballa, Serguei, Julien Lamour, Silvia Stringhini, Idris Guessous für die Studiengruppe Gesundheitsbus.
Pre- and post-pandemic comparisons in cardiovascular markers: a population-based study.Frontiers in Cardiovascular Medicine, Januar 2025, doi: 10.3389/fcvm.2024.1434141.

Zusammenfassung

Hintergrund: Die COVID-19-Pandemie, die 2020 begann, hat Bedenken hinsichtlich ihrer langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere auf die kardiovaskuläre Gesundheit und die damit verbundenen Biomarker, geweckt. Diese Studie, die im Rahmen der Studie Bus Santé in Genf, Schweiz, durchgeführt wurde, vergleicht die kardiovaskulären und metabolischen Profile von Personen im Alter von 30 bis 75 Jahren vor der Pandemie (2016-2019) und nach der Pandemie (2023-2024).

Methodik: Die Teilnehmer füllten Fragebögen aus und nahmen an einer ärztlichen Untersuchung teil, die eine körperliche Untersuchung und einen Nüchternbluttest umfasste, um ihr Lipidprofil (Blutfette) und ihr Blutzuckerprofil (Blutzucker) zu bewerten. Die Ergebnisse wurden mithilfe statistischer Modelle analysiert, um die Durchschnittswerte für Blutdruck (systolisch und diastolisch), Cholesterin und Glukosespiegel zu berechnen, wobei Alter, Geschlecht, Rauchen und sozioökonomischer Status berücksichtigt wurden.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 4.558 Teilnehmer in die Studie aufgenommen. Die Forscher beobachteten nach der Pandemie einen leichten Rückgang der durchschnittlichen Glukose-, Cholesterin-, HDL- und LDL-Werte, während der Blutdruck stabil blieb. Die Prävalenz- und Behandlungsraten von Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen änderten sich nicht wesentlich. Außerdem blieb der Prozentsatz der Menschen, die nicht wussten, dass sie an diesen Erkrankungen litten, stabil.

Schlussfolgerung: Trotz der anfänglichen Befürchtungen, dass die Pandemie zu einer Verschlechterung der Gesundheit führen könnte, zeigen die Ergebnisse, dass die kardiovaskulären Profile nach der Pandemie im Großen und Ganzen gesund geblieben sind. Dies könnte auf die verbesserten Lebensgewohnheiten zurückzuführen sein. Diese Studie unterstreicht die Bedeutung der Überwachung der kardiovaskulären Gesundheit und legt nahe, dass positive Verhaltensweisen, die von der Bevölkerung in entwickelten Ländern wie der Schweiz angenommen werden, die potenziellen negativen Auswirkungen der Pandemie kompensieren könnten.

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