Zukunftsperspektiven und -sorgen von weiblichen und männlichen Teenagern im Jahr 2022
Roxane Dumont, Elsa Lorthe, Viviane Richard, Andrea Loizeau, Klara M Posfay-Barbe, Rémy P Barbe, Silvia Stringhini, Idris Guessous, für die SEROCoV-KIDS-Studiengruppe.
Future time perspectives and concerns among adolescents in 2022.BMJ Paediatrics Open, 12. Dezember 2024, doi: 10.1136/bmjpo-2023-002367.
Zusammenfassung
Hintergrund: Heranwachsende stehen vor großen psychologischen und verhaltensbezogenen Herausforderungen, da sie sich in einem raschen biologischen und sozialen Wandel befinden, der durch globale Herausforderungen wie den Klimawandel, Konflikte oder die COVID-19-Pandemie noch verschärft werden könnte. Zukünftige Zeitperspektiven (PTF) und Zukunftssorgen können als Indikatoren für die aktuellen Schwierigkeiten und als Prädiktoren für zukünftige Ergebnisse in diesem Bereich angesehen werden. Sie sind jedoch noch wenig erforscht.
Ziele: Wir haben versucht, Faktoren zu identifizieren, die mit einer begrenzten TFP einhergehen, und die Zukunftssorgen von Teenagern zu beschreiben.
Methode: Die Daten stammen aus einer repräsentativen Stichprobe von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren, die an der SEROCoV-KIDS-Kohortenstudie in Genf, Schweiz, teilnehmen (Oktober 2022).
Ergebnisse: Von den 329 Teenagern gaben 56/329 (17%) an, dass sie eine eingeschränkte TFP haben. Zu den Determinanten gehörten ein geringes vorheriges psychisches Wohlbefinden, eine eingeschränkte soziale Unterstützung, die Zugehörigkeit zu einer sexuellen Minderheit, schulische Schwierigkeiten und übermäßig viel Bildschirmzeit. Die größten Zukunftssorgen der Teenager betrafen Misserfolg, Bildung und den Klimawandel.
Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Zukunftsperspektiven und -sorgen junger Menschen zu berücksichtigen und Interventionen durchzuführen, die die Resilienz von Teenagern stärken.
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