Lebensqualität und psychische Gesundheit in Verbindung mit Akne bei weiblichen und männlichen Jugendlichen: eine Querschnittsanalyse
Shireen Dumont, Elsa Lorthe, Andrea Loizeau, Viviane Richard, Mayssam Nehme, Klara M Posfay-Barbe, Rémy P Barbe, Laurence Toutous Trellu, Silvia Stringhini, Idris Guessous, Roxane Dumont für die SEROCoV-KIDS-Studiengruppe.
Acne-Related Quality of Life and Mental Health Among Adolescents: A Cross-Sectional Analysis.Clinical and Experimental Dermatology, 19. Oktober 2024, doi: 10.1093/ced/llae480.
Zusammenfassung
Hintergrund: Akne vulgaris ist eine der weltweit häufigsten Hauterkrankungen bei Teenagern und Heranwachsenden. Neben den körperlichen Symptomen kann Akne auch psychische Narben hinterlassen, die manchmal unsichtbar bleiben.
Ziele: Wir wollten die Schutz- und Risikofaktoren für die Lebensqualität im Zusammenhang mit Akne sowie deren Zusammenhang mit den Ergebnissen der psychischen Gesundheit untersuchen.
Methoden: Die Analyse umfasste Daten, die im Jahr 2023 von Teenagern der populationsbasierten Kohorte SEROCoV-KIDS gesammelt wurden. Durch die Kombination der Skalen für den Schweregrad der Akne und die aknebezogene Lebensqualität (Acne-QoL) wurden drei Gruppen gebildet: Acne-LowAQoL (Jugendliche mit Akne und niedriger aknebezogener Lebensqualität), Acne-HighAQoL und NoAcne-HighAQoL. Wir verwendeten multinomiale und logistische Regressionen, um die Assoziation zwischen dem Gesundheitsverhalten, diesen Gruppen und den Ergebnissen der psychischen Gesundheit zu bewerten.
Ergebnisse: Von 335 Teenagern (Durchschnittsalter 16,1 Jahre [EC 1,8], 56% Mädchen) gaben 65 (19,4%) an, Akne zu haben und gleichzeitig eine hohe aknebezogene Lebensqualität zu haben, 26 (7,7%) gaben an, Akne zu haben und eine niedrige aknebezogene Lebensqualität zu haben, und 244 (72,9%) gaben an, fast keine Akne zu haben. Ein geringes Engagement bei körperlichen Aktivitäten (aOR: 0,30, 95%-KI: 0,12-0,77), süchtiger Gebrauch von sozialen Netzwerken (aOR: 3,78, 95%-KI: 1,60-8,96) und lange Bildschirmzeit (aOR: 2,99, 95%-KI: 1,26-7,08) waren unabhängig mit Acne-LowAQoL assoziiert. Die Gruppe mit Acne-HighAQoL berichtete dagegen über eine höhere soziale Unterstützung (aOR: 1,95, 95%-KI: 1,07-3,54). Jugendliche mit Acne-LowAQoL hatten ein geringeres Selbstwertgefühl, eine geringere Resilienz und eine erhöhte psychische Belastung.
Schlussfolgerungen: Bei Teenagern mit Akne waren körperliche Aktivität und soziale Unterstützung positiv mit einer besseren Lebensqualität in Bezug auf die Akne verbunden, was wiederum zu einer besseren psychischen Gesundheit führte. Im Gegensatz dazu reduzierten Bildschirmzeit und die Nutzung sozialer Netzwerke diese Lebensqualität erheblich. Dermatologen sollten diese Überlegungen in ihre klinische Praxis einbeziehen, um eine effektive Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.
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